Betriebsausgabe

Bundestag beschließt Beitreibungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz

Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Beitreibungsrichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften (Beitreibungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz – kurz; BeitrRUmsG) soll die Richtlinie des Rates vom 16.03.2010 über die Amtshilfe bei der Beitreibung von Forderungen in Bezug auf bestimmte Steuern, Abgaben und sonstige Maßnahmen (Richtlinie 2010/24/EU) in nationales Recht umgesetzt werden. Daneben beinhaltet das Gesetz eine ganze Reihe von Änderungen steuerrechtlicher Regelungen bzw. Regelungsbereiche. Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz in 2. und 3. Lesung am 27.10.2011 beschlossen. Die Zustimmung des Bundesrats ist am 25.11.2011 geplant.

Das Gesetz soll grundsätzlich zum 01.01.2012 in Kraft treten (EU-Beitreibungsgesetz und ELStAM-Regelungen). Einzelne Regelungen gelten abweichend hiervon bereits ab dem Tag nach der Gesetzesverkündung oder sogar rückwirkend ab Anfang 2011 bzw. in allen noch offenen Fällen.

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5 Tipps: Jahresendstrategie 2008 für Unternehmer

5 Tipps zur Jahresendstrategie 2008 für Unternehmer

  1. Praktische Hinweise zur Sammelbewertung gibt die neue R 6.13 EStR 2008.
  2. Eine Einschränkung des Abzugs betrieblicher Schuldzinsen droht Unternehmern, wenn die Entnahmen im laufenden Wirtschaftsjahr über der Summe aus Gewinn und Einlagen liegen. Dann sind die betrieblichen Schuldzinsen in Höhe von 6 % der Überentnahme nach § 4 Abs. 4a EStG nicht abzugsfähig, soweit der so ermittelte Betrag 2.050 € übersteigt. Sofern für 2008 Überentnahmen und damit nicht abziehbare Betriebsausgaben drohen, sollten laufende Entnahmen reduziert, Einlagen noch getätigt oder gezielt gewinnerhöhende Maßnahmen ergriffen werden.
  3. Die bilanzielle Behandlung von Pensionszusagen an den Personengesellschafter wurde neu geregelt. Hiernach ist zur Pensionsrückstellung ein korrespondierender Aktivposten ausschließlich in der Sonderbilanz des begünstigten Gesellschafters zu aktivieren. Bei der Anpassung bestehender Pensionszusagen sind auf Antrag Wahlrechte für Altzusagen anzuwenden (BMF-Schreiben v. 29.01.2008 – IV B 2 – S 2176/07/0001, BStBl I 2008, 317, STX 7/2008, 108).
  4. Für den Gewinn 2008 sind erstmals die Hinzurechnungsregeln nach § 8 GewStG anzuwenden. Statt Dauerschulden zu 50 % sind sämtliche Finanzierungsanteile (lang- und kurzfristige Schuldzinsen, Miete, Pacht, Leasing, Renten, dauernde Lasten und Konzessionen) mit unterschiedlicher Gewichtung anzusetzen, wobei es einen neuen betriebsbezogenen Freibetrag von 100.000 € gibt (Ländererlass v. 04.07.2008, BStBl I 2008, 730).
  5. Erfolgten Steuerfestsetzungen unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, muss ein Änderungsantrag noch vor Ablauf der Festsetzungsfrist gestellt werden. Wurde z.B. die Steuererklärung für 2003 in 2004 abgegeben, so endet die Frist am 31.12.2008.