Jahressteuergesetz 2010: Seeling-Modell vor dem Aus!

Der Referentenentwurf des BMF zum Jahressteuergesetz 2010 (JStG 2010) sieht eine gravierende Anpassung bei der Umsatzsteuer vor, die Vorteile bei gemischtgenutzten Grundstücken beschneiden soll. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Zeit für das sog. Seeling-Modell aufgrund der EuGH-Rechtsprechung (Urt. v. 08.05.2003 – C-269/00) nun bald abläuft. Was das ganz konkret und in Zahlen bedeutet, wollen wir Ihnen im Folgenden nahebringen.

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Jahressteuergesetz 2010: Reaktionen vom Bund der Steuerzahler

Am 29.03.2010 hat das BMF den Referentenentwurf der Bundesregierung für das Jahressteuergesetz 2010 (JStG 2010) veröffentlicht. Der Referentenentwurf enthält eine Vielzahl kleinerer steuertechnischer Änderungen, aber auch grundsätzlichere Neuerungen aufgrund von EU-rechtlichen Vorgaben und Anpassungen an die aktuelle BFH-Rechtsprechung. Zwei beliebte Steuersparmodelle plant die Bundesregierung dabei durch das JStG 2010 abzuschaffen. Was der Bund der Steuerzahler zum Thema Seeling-Modell bei gemischtgenutzten Grundstücken und Kaskadeneffekt bei der Unternehmensnachfolge zu sagen hat, erfahren Sie hier.
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Jahressteuergesetz 2010: Erste Reaktionen der Verbände

Der Referentenentwurf der Bundesregierung für das Jahressteuergesetz 2010 (JStG 2010) vom 29.03.2010 sieht insbesondere Anpassungen bei den Regeln der privaten Kapitaleinkünfte und der Umsatzsteuer vor. Des Weiteren greift der Referentenentwurf die BFH-Rechtsprechung auf und sieht neue Kontrollen bei der Geldanlage vor. Erste Reaktionen der Verbände zeugen zwar von keiner generellen Kritik an den Plänen der Bundesregierung, wohl aber bringen sie Vorschläge für weitere Maßnahmen im JStG 2010. Die Anmerkungen des Deutschen Steuerberaterverbandes und die gemeinsame Stellungnahme von Verbänden wie dem Zentralen Immobilien Ausschuss, dem Deutschen Aktieninstitut und anderen haben wir schon einmal für Sie zusammengefasst.

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Jahressteuergesetz 2010: Viele punktuelle Maßnahmen im Referentenentwurf

Der Referentenentwurf zum Jahressteuergesetz 2010 (JStG 2010) sieht insbesondere Anpassungen bei den Regeln der privaten Kapitaleinkünfte und der Umsatzsteuer vor, beinhaltet Reaktionen auf die BFH-Rechtsprechung und hat neue Kontrollen bei der Geldanlage im Gepäck. Dabei enthält der Referentenentwurf eine Vielzahl thematisch nicht oder nur partiell miteinander verbundener Einzelmaßnahmen. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Punkte für die Praxis als Kurzübersicht zusammengestellt.

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Jahressteuergesetz 2010: Referentenentwurf veröffentlicht!

Der Referentenentwurf der Bundesregierung für das Jahressteuergesetz 2010 (JStG 2010) ist veröffentlicht. Dazu heißt es von Seiten des BMF: Der Referentenentwurf greift den Gesetzgebungsbedarf auf, der in der zweiten Jahreshälfte 2009 nicht mehr umgesetzt werden konnte, und ergänzt ihn um seither erforderlich gewordene steuerrechtliche Maßnahmen. Das Jahressteuergesetz 2010 (JStG 2010) enthält eine Vielzahl thematisch nicht oder nur partiell miteinander verbundener Einzelmaßnahmen, die überwiegend technischen Charakter haben. Unter anderem kommt es über den Referentenentwurf zu drei neuen Kontrollen bei der privaten Geldanlage. Und die bundeseinheitliche Steuer Identifikationsnummer (TIN) soll durch den Einsatz zur Überwachung von Geldgeschäften wichtige zusätzliche Funktionen erhalten.
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Jahresbericht: Darüber wird der BFH 2010 entscheiden

Der vom Bundesfinanzhof (BFH) veröffentlichte Jahresbericht für 2009 klärt nicht nur über die Tätigkeiten des obersten deutschen Finanzgerichts im abgelaufenen Jahr auf, sondern weist auch auf Schwerpunktentscheidungen hin, mit denen 2010 voraussichtlich gerechnet werden kann. Doch nicht nur zu diesen Sachverhalten ist es ratsam, entsprechende Fälle über einen ruhenden Einspruch offenzuhalten.

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Übernachtungen 2010: Der ermäßigte Umsatzsteuersatz in der Praxis

Durch das Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (Wachstumsbeschleunigungsgesetz, BGBl I 2009, 3950) wurde in § 12 Abs. 2 UStG mit Wirkung zum 01.01.2010 eine neue Nr. 11 eingefügt, wodurch die kurzfristige Vermietung von Wohn- und Schlafräumen sowie von Campingflächen dem ermäßigten Steuersatz von 7 % unterliegt. Da diese Tarifermäßigung nicht für die sonstigen Angebote und insbesondere nicht für das Frühstück gilt, kommt es nunmehr unter Umständen zu Abgrenzungsschwierigkeiten. Wie die Praxis aus Sicht des leistenden Unternehmers derzeit aussieht und wie die Finanzverwaltung bisher reagiert hat, hat jahressteuergesetz.de für Sie zusammengefasst.

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Bürgerentlastungsgesetz: Was lässt sich ab 2010 absetzen?

Seit Jahresbeginn ist ein größerer Teil der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bei der Einkommensteuer als Sonderausgaben absetzbar. Den gesetzlichen Rahmen dafür hatte das Bürgentlastungsgesetz Krankenversicherung vom 16.07.2009 (BGBl 2009 I, S. 1595) geschaffen. Von diesem Steuergesetz, das ab dem Veranlagungszeitraum 2010 gilt, können privat und gesetzlich Versicherte gleichermaßen profitieren – unabhängig davon, ob sie Selbständige oder Arbeitnehmer sind. Bereits ab 2009 wurde für die Steuererklärung mit der Anlage Vorsorgeaufwand ein neues Formular eingeführt, in das alle Versicherungsbeiträge eingetragen werden. Bei der Einkommensteuer bringt die verbesserte Absetzbarkeit der Versicherungsbeiträge insgesamt eine größere Entlastung als die als die leichte Tarifabsenkung. Jahressteuergesetz.de stellt die wichtigsten Änderungen für Sie vor.

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Neuer Gestaltungsspielraum für GWG ab 2010

Über das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 mussten geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) bei Nettopreisen ohne Umsatzsteuer bis 150 € beim Erwerb, Herstellung oder Einlage ab 2008 zwingend sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden (§ 6 Abs. 2 EStG). Kostet das Anlagegut zwischen 150,01 und 1.000 €, gibt es gemäß § 6 Abs. 2a EStG eine zwingende Sammelbewertung über fünf Jahre mit jeweils 20 % AfA.

Durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz (Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums vom 22.12.2009, BGBl 2009 I S. 3950) haben sich die Regeln für die Abschreibung bei Preisen bis 1.000 € ab dem Jahr 2010 verändert. Nunmehr gibt es bei den Gewinneinkünften (Bilanz und Einnahmenüberschussrechnung) ein Wahlrecht bei abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die nach dem 31.12.2009 angeschafft, hergestellt oder ins Betriebsvermögen eingelegt werden (§ 52 Abs. 16 Satz 14 EStG-E). Jahressteuergesetz.de vergleicht die aktuelle Rechtslage mit dem Vorjahr und stellt die neuen Wahlmöglichkeiten für GWG ab 2010 anschaulich mit Beispielen vor.

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ELENA: Was bringt der elektronische Entgeltnachweis ab 2010?

Seit Jahresbeginn müssen die rund 3,2 Millionen Arbeitgeber in Deutschland die Entgeltdaten ihrer über 30 Millionen Mitarbeiter gemäß §§ 28b Abs. 6, 97 SGB IV an einen zentralen Datenspeicher senden. Die monatliche Meldung nach dem neuen ELENA-Verfahren wird in das bestehende maschinelle DEÜV-Meldeverfahren eingebunden (Gesetz über das Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises, ELENA-Verfahrensgesetz vom 28.03.2009). Nach massiver Kritik am neuen Verfahren hat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen angekündigt, ELENA noch im Januar 2010 auf den Prüfstand zu stellen und nachzubessern. Jahressteuergesetz.de zeigt, wie das ELENA-Verfahren ab 2010 funktioniert und welche Daten übermittelt werden.

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