StModernG: Weitere Änderungen

Der Herstellungskostenbegriff

Ab wann: anwendbar auf Wirtschaftsjahre, die vor dem 23.7.2016 enden

Norm: § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1b EStG

Neuregelung: Mit dem StModernG erhält der Steuerpflichtige künftig ein Wahlrecht, das ihm erlaubt, angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige Leistungen und für die betriebliche Altersvorsorge nicht mit in die Berechnung der steuerlichen Herstellungskosten einbeziehen zu müssen. Das Wahlrecht muss er jedoch einheitlich in der Handels- und Steuerbilanz anwenden.

Neuregelung zu ELStAM

Ab wann: 2017

Norm: § 39e Abs. 5a, § 39b Abs. 2 und 3 EStG

Neuerung: Für verschiedenartige Bezüge als Arbeitslohn können Arbeitgeber oder die von ihm Beauftragten künftig Lohnsteuer für den zweiten und jeden weiteren Betrag ohne Abruf weiterer elektronischer Lohnsteuerabzugsmerkmale nach der Steuerklasse VI einbehalten. In solchen Fällen ist nicht nach dem mitgeteilten ELStAM abzurechnen; es besteht jedoch eine Veranlagungspflicht.
 

Lohnsteuerjahresausgleich

Ab wann: 1.1.2017

Norm: § 45a EStG

Neuregelung: Der jährliche Ausgleich der betrieblichen Lohnsteuer muss vom Arbeitgeber bereits bis Ende Februar des Folgejahres durchgeführt werden und nicht mehr bis Ende März.

Bescheinigung der Kapitalertragssteuer

Ab wann: 23.7.2016

Norm: § 45a EStG

Neuregelung: Die Bescheinigung an einen Gläubiger von Kapitalerträgen kann künftig auch elektronisch überstellt werden – jedoch weiterhin nach amtlich vorgeschriebenem Muster. Auf Verlangen des Gläubigers muss sie auch weiterhin in Papierform übersandt werden.

Die Zuwendungsbestätigung

Ab wann: anzuwenden auf alle Zuwendungen des Steuerpflichtigen, die dem Empfänger nach 2016 zufließen

Norm: § 50 EStDV

Neuregelung: Künftig muss der Steuerpflichtige für den Zuwendungsabzug die notwendigen Unterlagen nicht mehr zusammen mit der Erklärung einreichen. Das Finanzamt wird im Gegenzug ermächtigt, eine Einsicht in die Unterlagen binnen eines Jahres ab der Bekanntgabe der Steuerfestsetzung zu verlangen. Beachten Sie hierzu unseren Beitrag „StModernG: Das ändert sich beim Nachweis über Zuwendungen“.

Nachweis über eine Behinderung

Ab wann: Wird vom BMF bekannt gegeben

Norm: § 65 EStDV

Neuregelung: Um einen Behinderten-Pauschbetrag gewährt zu bekommen, muss der Steuerpflichtige künftig nicht mehr bei jeder Steuererklärung die entsprechenden Unterlagen vorlegen. Sie sind nur noch zusammen mit der erstmaligen Geltendmachung des Pauschbetrags oder bei Änderungen vorzulegen.

Im Übrigen setzt die Gewährung des Behinderten-Pauschbetrags voraus, dass die für die Feststellung der Behinderung verantwortliche Stelle ihre Feststellung an die Finanzbehörde übermittelt hat.

Ein Nachweis in Papierform hierüber ist nicht mehr notwendig – jedoch hat der Steuerpflichtige für die Übermittlung der Feststellung (elektronisch oder in Papierform) einen Antrag zu stellen.

Die „Digitale LohnSchnittstelle“

Ab wann: anzuwenden für im Lohnkonto aufzuzeichnende Daten ab 1.1.2018

Norm: § 4Abs 2a LStDV i.V.m. § 41 Abs. 1 Satz 7 EStG

Neuregelung: Ab 2018 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, die im Lohnkonto aufgezeichneten Daten in einer amtlich vorgeschriebenen Form für die Finanzbehörde bereitzustellen.

Weitere Änderungen durch das StModernG

Das Risikomanagementsystem und die automationsgestützte Veranlagung

Neue Regelungen zur Abgabe der Steuererklärung

Datenübermittlung durch Dritte

Vollmachtdatenbank und Steuerberaterverzeichnis

Weitere Änderungen (aktuell)
 
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