JStG 2018: Änderungen aufgrund des Betriebsrentenstärkungsgesetzes

Bei Beiträgen zu einer Direktversicherung konnte der Arbeitnehmer die Pauschalversteuerung beantragen. Hierfür musste er für die Dauer seines Dienstverhältnisses seinem Arbeitgeber eine Verzichtserklärung geben. Diese Voraussetzung wird nun mit dem Jahressteuergesetz 2018 aufgehoben.

Des Weiteren werden durch den neuen § 82 Abs. 2 S. 2 EStG-E die Vorgaben für die betriebliche Altersversorgung hinsichtlich der Auszahlungsformen neu gefasst. Es wird nunmehr auch gesetzlich geregelt, dass die Vorgabe „gleich bleibende oder steigende Leistungen während der gesamten Auszahlungsphase“ bei der reinen Beitragszusage unbeachtlich ist. Auch wird die bisherige Verwaltungspraxis festgeschrieben, wonach allein die Möglichkeit, statt einer lebenslangen Leibrente oder Ratenzahlung eine Einmalkapitalauszahlung zu wählen, der Steuerfreiheit nicht entgegensteht.

Inkrafttreten: Am Tag nach der Verkündung.

Übertragungen von Anwartschaften aus einer betrieblichen Altersversorgung, die über

  • einen Pensionsfonds
  • eine Pensionskasse oder
  • eine Direktversicherung

durchgeführt werden, können steuerfrei auf einen anderen Träger (Pensionsfonds, Pensionskasse oder Direktversicherung) übertragen werden. Durch die Ergänzung in § 93 Abs. 2 S. 2 EStG-E wird gewährleistet, dass die bisher gewährte Förderung nicht zurückgezahlt werden muss.

Inkrafttreten: Rückwirkend zum 1.1.2018.

 

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