Das Jahressteuergesetz 2018 ist da! Hier informieren

In den letzten Wochen ging es Schlag auf Schlag beim neuen Jahressteuergesetz 2018: Anfang November hat der Bundestag das Gesetz mit einigen Änderungen verabschiedet.

Der Regierungsentwurf des Jahressteuergesetzes 2018 ist diesmal wieder umfangreicher geworden: 112 Seiten prall gefüllt mit Steueränderungen. Doch zum Glück müssen Sie sich nicht durch dieses Werk wälzen! Hier auf diesen Seiten informieren wir Sie über die wichtigsten Änderungen – so umfangreich wie nötig, so kompakt wie möglich.

+++ AKTUELL +++ Der Bundesrat hat am 23.11.2018 den Änderungen am ursprünglichen Regierungsentwurf zum Jahressteuergesetz 2018 zugestimmt. Welche Änderung nun tatsächlich bald auf Sie und Ihre Mandanten zukommen wird, erfahren Sie hier!

 

Was bringt das Jahressteuergesetz 2018? Die wichtigsten Änderungen in der Übersicht

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die 7 wichtigsten Änderungen im JStG 2018 (Klicken Sie für weiterführende Informationen auf die Links). Hierzu gehören:

  1. Änderungen aufgrund des Urteils des BVerG zum Verlustabzug bei Körperschaften
  2. Abzug von Vorsorgeaufwendungen
  3. Vereinfachung von elektronischen Dienstleistungen
  4. Änderungen aufgrund des Betriebsrentenstärkungsgesetzes
  5. Änderungen aufgrund des Investmentsteuerreformgesetzes
  6. Vereinheitlichung der steuerlichen Behandlung von Gutscheinen in der EU
  7. Umsatzsteuerhaftung für elektronische Marktplätze

Weiter unten auf dieser Seite finden Sie mehr Informationen zu diesen und weiteren Neuerungen im Jahressteuergesetz 2018.

Unseren Spezialreport zum Jahressteuergesetz 2018 erhalten Sie hier kostenlos

Außerdem bieten wir Ihnen – für den umfassenden Rundumblick – hier unseren Spezialreport zum JStG 2018 mit allen wichtigen Änderungen als kostenlosen Download an. Unsere JStG-Reports werden in Fachkreisen seit vielen Jahren hoch geschätzt. Laden Sie den aktuellen Spezialreport zum Jahressteuergesetz 2018 hier kostenlos herunter:

Die Verabschiedung des JStG 2018 ist noch im Herbst 2018 geplant

Das BVerfG hat dem Gesetzgeber in seinem Urteil zum § 8c Abs. 1 S.1 KStG eine Frist zur Umsetzung bis 31.12.2018 gegeben. Es ist daher damit zu rechnen, dass das Gesetzgebungsverfahren in diesem Jahr auch planmäßig abgeschlossen wird. Dem Vernehmen nach handelt es sich beim Jahressteuergesetz 2018 nur um einen ersten Teil. Das BMF plant wohl Anfang 2019 die Umsetzung einer Reihe weiterer Änderungen.

Info im Detail: Welche Änderungen bringt das Jahressteuergesetz 2018?

Aus dem jetzigen Entwurf des Jahressteuergesetzes 2018 – der offizielle Name lautet übrigens „Entwurf eines Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ – ist auf folgende Regelungen hinzuweisen:

    • Verfassungskonforme Regelung des Verlustabzugs bei Kapitalgesellschaften (§ 34 Abs. 6 KStG). § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG (quotaler Verlustwegfall bei einem Anteilseignerwechsel zwischen 25 % und 50 %) ist auf schädliche Beteiligungserwerbe, die nach dem 31.12.2007 und vor dem 01.01.2016 stattgefunden haben, nicht anzuwenden. > Hier klicken mehr erfahren.

 

    • Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 EStG. Aufgrund eines Urteils des EuGHs war das Sonderausgabenabzugsverbot in bestimmten Fällen unionsrechtswidrig, da es gegen die Arbeitnehmerfreizügigkeit nach Art. 45 AEUV verstößt. Das JStG 2018 soll das Urteil nun umsetzen. > Hier klicken und mehr erfahren.

 

    • Vereinfachung elektronische Dienstleistungen. Die Änderung von § 3a Abs. 5 UStG führt dazu, dass bei grenzüberschreitenden elektronischen Dienstleistungen, die von einem Unternehmer, der über eine Ansässigkeit in nur einem Mitgliedstaat verfügt, Leistungsort der Ort ist, von dem aus der Unternehmer sein Unternehmen betreibt, wenn die Entgelte 10.000 € nicht überschreiten. > Hier mehr erfahren.

 

    • Folgeänderungen zum Betriebsrentenstärkungsgesetz. Es handelt sich überwiegend um redaktionelle Änderungen. Die Voraussetzung, dass der Arbeitnehmer bei der Direktversicherung auf die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 63 EStG verzichten muss, damit der Arbeitgeber die Beiträge nach § 40b EStG a.F. pauschal besteuern kann, wird aufgehoben (§ 52 Abs. 4 Satz 12 f. und Abs. 40 Satz 2 EStG). Des Weiteren werden durch den neuen § 82 Abs. 2 S. 2 EStG-E die Vorgaben für die betriebliche Altersversorgung hinsichtlich der Auszahlungsformen neu gefasst. > Hier klicken und mehr erfahren.

 

 

    • Umsatzsteuerliche Behandlung von Einzweck- und Mehrzweckgutscheinen (§ 3 Abs. 13 bis 15 UStG). Die Vorschriften grenzen Einzweck- und Mehrzweck-Gutscheine voneinander ab und bestimmen den Zeitpunkt der Steuerentstehung. > Hier klicken und mehr erfahren.

 

    • Verhinderung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren auf elektronischen Marktplätzen im Internet (§§ 22f und 25e – neu – UStG). Betreiber von elektronischen Marktplätzen werden verpflichtet, Angaben von Nutzern, für deren Umsätze in Deutschland eine Steuerpflicht in Betracht kommt, aufzuzeichnen. Der Betreiber eines elektronischen Marktplatzes haftet zudem für die nicht entrichtete Umsatzsteuer aus der Lieferung eines Unternehmers, die auf dem von ihm bereitgestellten Marktplatz rechtlich begründet worden ist. > Hier klicken und mehr erfahren.

 

    • Folgeänderungen zum Zweiten und Dritten Pflegestärkungsgesetz. Es erfolgt eine Anpassung der Steuerbefreiungsvorschrift für weitergeleitete Pflegegelder (§ 3 Nr. 36 EStG) und eine Anpassung der Gewerbesteuerbefreiung für Alten- und Pflegeheime (§ 3 Nr. 20 Buchst. c GewStG). > Hier klicken und mehr erfahren.

 

    • Aufnahme der Identifikationsnummer des Kindes in den Zulagenantrag (§ 89 Abs. 2 Satz 1 Buchst. d EStG). Um den Datenabgleich zwischen der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen und den Familienkassen zu optimieren, ist bei der Beantragung der Kinderzulage künftig die Identifikationsnummer des Kindes obligatorisch anzugeben.

 

  • Elektronische Übermittlung der Veräußerungsanzeige nach § 18 GrEStG.

Soweit die Änderungen nicht redaktionell oder klarstellend sind, treten sie überwiegend zum 01.01.2019 in Kraft.

Viele weitere Änderungen des JStG 2018 im Detail erfahren Sie jetzt in unserem Spezialreport, den Sie hier kostenlos herunterladen können:

Jahressteuergesetz 2018: Gesetzestexte und öffentliche Dokumente

  1. Jahressteuergesetz 2018: Referentenentwurf des BMF vom 21.6.2018
  2. Jahressteuergesetz 2018: Regierungsentwurf des BMF vom 10.8.2018
  3. Stellungnahme des Bundesrats vom 21.9.2018, Drucksache 372/18 (Beschluss)
  4. Jahressteuergesetz 2018: Gesetzentwurf des BMF vom 24.9.2018 (Entwurf eines Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften)
  5. Jahressteuergesetz 2018: Beschluss des Bundestags zum Gesetzentwurf mit Änderungen auf Empfehlung des Finanzausschusses.

Weiterführende Beiträge zum Jahressteuergesetz 2018

StUmgBG: Das kleine JStG 2018