Was bringt das Jahressteuergesetz 2014?

Noch laufen die Koalitionsverhandlungen, doch eins ist klar: Steuerrechtlich muss sich schleunigst was tun. Auf dem Weg zu einem modernen, gerechten und einfacheren Steuersystem ist in der letzten Legislaturperiode einfach zu viel liegen geblieben.

Das Jahressteuergesetz 2014 in den Startlöchern?

Unser Steuersystem: Modern soll es werden, einfach und gerecht. So wird es seit Jahren von der Regierung propagiert. Doch tatsächlich passiert ist bislang zu wenig.

Schon alleine deshalb wird die neue, noch zu bildende Regierung ein neues Jahressteuergesetz vorlegen. Was die konkreten Themen sind – dazu haben sich bislang allerdings weder CDU/CSU noch SPD geäußert.

(Nachtrag vom 15.4.2014: Ein Referentenentwurf zum JStG 2014 liegt jetzt vor – laden Sie dazu folgenden Spezialreport JStG 2014 herunter)
 

Immerhin – einige wenige Infos sind durchgesickert, welche Bereiche in einem Jahressteuergesetz 2014 bzw. im Steuerrecht 2014 zur Diskussion stehen könnten. Andere Themen wiederum ergeben sich aus der aktuellen Rechtsprechung. Ein erster Überblick:

1.

Gleichgeschlechtliche Paare müssen beim Kindergeld genauso behandelt werden wie Ehepaare. Hier wird das Jahressteuergesetz 2014 voraussichtlich eine neue Regel bringen.

Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofes hat eine Frau Anspruch auf Kindergeld auch „für die in den gemeinsamen Haushalt aufgenommenen Kinder ihrer eingetragenen Lebenspartnerin“. Damit überträgt das Gericht die für Ehepaare geltende Regelung auf die sogenannte Homo-Ehe (Az. VI R 76/12).

Der Grund liegt auf der Hand: Sofern die Partner mehr als zwei Kinder haben, ist eine gemeinsamer Anspruch auf Kindergeld günstiger, als wenn jeder einzelne Ehegatte oder Lebenspartner für seine Kinder Kindergeld beantragt. Das Kindergeld steigt nämlich ab dem dritten Kind an. Geklagt hatte eine Frau, die mit ihren beiden Kindern, ihrer Partnerin und deren zwei Kindern in einem Haushalt lebt.

2.

Das Ehegattensplitting gilt mittlerweile auch für eingetragene Lebenspartnerschaften. Doch daneben gibt es nach wie vor zahlreiche weitere (einkommen-)steuerrechtliche Bestimmungen, bei denen die Gleichstellung noch nicht umgesetzt worden ist.

Dies wird aller Voraussicht nach mit einem Jahressteuergesetz 2014 nachgeholt. Überall dort, wo im Gesetz Ehepaare genannte werden, wird künftig auch der Passus „oder Lebenspartner“ erscheinen. Der Finanzminister bestätigte, dass ein entsprechender Gesetzentwurf kurzfristig vorgelegt werden kann.

3.

Weitere wichtige steuerrechtliche Aufgaben, die auf die künftige Regierung zukommen, sind:

  • Änderungen bei der Einkommensteuer: Hier ist die neuste Rechtsprechung zur Vermietung und Verpachtung und den außergewöhnlichen Belastungen umzusetzen.
  • Bei der Körperschaftsteuer mahnt die Rechtsprechung Änderungen bei den Pensionszusagen und den verdeckten Gewinnausschüttungen an.
  • Bei der Umsatzsteuer sind die Ausführungen des BMF zu der elektronischen Rechnung und zum Vorsteuerabzug zu beachten
  • Änderungen im Bereich Abgabenordnung und Betriebsprüfung

Konkrete Themen zum JSTG 2014 Ende November?

Die Regierung ist gefordert und sollte das Unternehmen „Jahressteuergesetz 2014“ noch im November 2013 in Angriff nehmen.

Wie das JSTG 2014 am Ende aussehen wird – Sie erfahren es hier auf Jahressteuergesetz.de!

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