Die Berufsbetreuervergütung wird umsatzsteuerfrei

Arbeiten Sie außerhalb Ihrer Tätigkeit als Steuerberater auch als Berufsbetreuer? Dann können Sie mit einem Einkommenszuwachs planen. Denn die Koalition hat während der Verhandlungen zum Jahressteuergesetz 2013 beschlossen, dass die Berufsbetreuervergütung künftig Umsatzsteuerfreiheit genießen soll.

Für Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist die Befreiung der Berufsbetreuer von der Umsatzsteuer „eine verdiente Anerkennung für die von ihnen geleistete anspruchsvolle und schwierige Arbeit.“

Lange habe die Justizministerin für eine angemessene Verbesserung der Vergütung gekämpft. Während das Gesetzgebungsverfahren zum Jahressteuergesetz 2013 bereits in die letzte Phase geht, erzielte die Koalition in diesem Punkt eine späte Einigung.

Änderung im Jahressteuergesetz 2013

Als Berufsbetreuer werden Sie auch weiterhin nach dem Gesetz über die Vergütung von Vormündern und Betreuern bezahlt. Bisher fiel dabei Umsatzsteuer an, die mit Einführung der Pauschalvergütung 2005 rechnerisch in der Pauschale einbezogen war.

Das Jahressteuergesetz 2013 befreit nun sämtliche Betreuungsleistungen von Berufsbetreuern außerhalb ihres sonstigen Berufs oder Gewerbes von der Umsatzsteuer.

Durch die Umsatzsteuerbefreiung erhalten Sie als Berufsbetreuer faktisch deutlich mehr Vergütung. Denn die Pauschalvergütung steht Ihnen künftig netto zur Verfügung.

Als Beispiel: In der höchsten Vergütungsstufe beträgt der Einkommenszuwachs in der höchsten Vergütungsstufe (Stundesatz 44 Euro) 7,02 Euro pro Stunde.

Quelle: Bundesministerium der Justiz, Pressemitteilung vom 19.10.2012

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