5 Tipps: Jahresendstrategie 2008 für Unternehmer

5 Tipps zur Jahresendstrategie 2008 für Unternehmer

  1. Praktische Hinweise zur Sammelbewertung gibt die neue R 6.13 EStR 2008.
  2. Eine Einschränkung des Abzugs betrieblicher Schuldzinsen droht Unternehmern, wenn die Entnahmen im laufenden Wirtschaftsjahr über der Summe aus Gewinn und Einlagen liegen. Dann sind die betrieblichen Schuldzinsen in Höhe von 6 % der Überentnahme nach § 4 Abs. 4a EStG nicht abzugsfähig, soweit der so ermittelte Betrag 2.050 € übersteigt. Sofern für 2008 Überentnahmen und damit nicht abziehbare Betriebsausgaben drohen, sollten laufende Entnahmen reduziert, Einlagen noch getätigt oder gezielt gewinnerhöhende Maßnahmen ergriffen werden.
  3. Die bilanzielle Behandlung von Pensionszusagen an den Personengesellschafter wurde neu geregelt. Hiernach ist zur Pensionsrückstellung ein korrespondierender Aktivposten ausschließlich in der Sonderbilanz des begünstigten Gesellschafters zu aktivieren. Bei der Anpassung bestehender Pensionszusagen sind auf Antrag Wahlrechte für Altzusagen anzuwenden (BMF-Schreiben v. 29.01.2008 – IV B 2 – S 2176/07/0001, BStBl I 2008, 317, STX 7/2008, 108).
  4. Für den Gewinn 2008 sind erstmals die Hinzurechnungsregeln nach § 8 GewStG anzuwenden. Statt Dauerschulden zu 50 % sind sämtliche Finanzierungsanteile (lang- und kurzfristige Schuldzinsen, Miete, Pacht, Leasing, Renten, dauernde Lasten und Konzessionen) mit unterschiedlicher Gewichtung anzusetzen, wobei es einen neuen betriebsbezogenen Freibetrag von 100.000 € gibt (Ländererlass v. 04.07.2008, BStBl I 2008, 730).
  5. Erfolgten Steuerfestsetzungen unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, muss ein Änderungsantrag noch vor Ablauf der Festsetzungsfrist gestellt werden. Wurde z.B. die Steuererklärung für 2003 in 2004 abgegeben, so endet die Frist am 31.12.2008.

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