Überlassung von Firmenwagen: Neues BMF-Schreiben ist echte Arbeitshilfe!

Einkommensteuer: Firmenwagen, die Mitarbeitern zur privaten Nutzung überlassen werden – das ist mit Sicherheit auch in Ihrer Beratungspraxis ein Dauerbrenner.

Eine tolle Übersicht zu den rechtlichen Leitlinien kommt jetzt vom BMF: Das hat jüngst seine Vorgaben zusammenfasst und aktualisiert – und mit dem neuen Schreiben eine echte Praxishilfe geschaffen!

Das neue Schreiben ist in mehrere Abschnitte gegliedert, in denen Regelungen zur Anwendung der pauschalen sowie der individuellen Nutzungswertmethode enthalten sind. Zudem sind Abschnitte aufgenommen worden, die beide Bewertungsmethoden betreffen.

Nützliche Übersicht für die Beratungspraxis

Einleitend werden allgemeine Hinweise gegeben: Bei Überlassung eines betrieblichen Kfz an Arbeitnehmer wird unterschieden zwischen Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, Fahrten von der Wohnung zu einem Sammelpunkt und Fahrten zu einem weiträumigen Tätigkeitsgebiet. Die jeweiligen Regelungen dazu sind innerhalb der Abschnitte alphabetisch nach Stichworten geordnet.
 

Anzuwenden in allen offenen Fällen

Das Schreiben ist in allen offenen Fällen und damit ab sofort anzuwenden. Lediglich bei der Entscheidung, statt der pauschalen Nutzungswertmethode im Lohnsteuerabzugsverfahren die Einzelbewertung zu verlangen, kann der Steuerpflichtige wählen, diese ab sofort oder erst ab 01.01.2019 anzuwenden.

Redaktionstipp: Das BMF hat mit dem aktuellen Schreiben zu zahlreichen Fragen der lohnsteuerlichen Behandlung der Kfz-Überlassung an Arbeitnehmer Stellung genommen.

Das Schreiben gibt jedem Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer, aber auch jedem Berater einen schnellen Überblick über die aktuelle Auffassung der Finanzverwaltung und die Rechtsprechung des BFH zu den einzelnen Fragen.

Das schließt selbstverständlich nicht aus, dass bei einzelnen Fragen auch andere Ansichten vertreten werden können. Aber jedenfalls kann durch Anwendung des Schreibens im Vorfeld sichergestellt werden, dass es keine Diskussionen mit der Finanzverwaltung geben wird. Diese Klarheit ist grundsätzlich zu begrüßen.

Klicken Sie hier für das BMF-Schreiben vom 4.4.2018 – IV C 5 – S-2334/18/10001 im Volltext!

Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf www.deubner-steuern.de.

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