Schwellenwert für Sofortabschreibung: Regierung plant Erhöhung

Die Regierung will den Schwellenwert für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG) erhöhen – und zwar von derzeit 410 EUR auf künftig 800 EUR. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf ein gemeinsames Papier der Regierungsfraktionen.

Reform zum 1.1.2018 geplant

Geplant sei das Inkrafttreten der neuen Schwelle bei der Sofortabschreibung ab dem 1.1.2018, so das Handelsblatt. Dabei sei zunächst sogar eine Erhöhung auf 1.000 EUR im Gespräch gewesen.

Mit der Maßnahme zielt der Gesetzgeber auf weitere Vereinfachungen und Bürokratieabbau ab – immerhin würden mit der Erhöhung weitreichende Aufzeichnungspflichten entfallen.

Erste Änderung seit 1965

Derzeit sind Steuerpflichtige noch an den Schwellenwert von bis zu 410 EUR gebunden. Wirtschaftsgüter mit entsprechenden Nettoanschaffungskosten können dann als Betriebsausgaben berücksichtigt oder als Anlagegüter im Anlageverzeichnis ausgewiesen und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Nutzungsdauer verteilt werden. Diese Regelung wurde seit 1965 nicht mehr geändert.

Wirtschaftsgütern mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR können pro Wirtschaftsjahr in einem Sammelposten zusammengefasst und über eine Dauer von 5 Jahren Gewinn mindernd aufgelöst werden.
 

BEG II oder eigenes Gesetz?

Offen bleibt die Frage, wie die Neuregelungen kommen sollen. Die SPD macht sich für eine Aufnahme des neuen Schwellenwerts bei der Sofortabschreibung im Bürokratieentlastungsgesetz II (BEG II) stark.

Das Gesetz sollte eigentlich bereits zum 1.1.2017 in Kraft getreten sein, wartet aber nach wie vor auf seine Verabschiedung. Es stammt aus dem SPD-geführten BMWi. Die CDU hingegen würde lieber ein eigenes Gesetz aus dem von ihr geführten BMF präsentieren.

Wir sind gespannt und halten Sie über die weiteren Entwicklungen zum BEG II und zum neuen Schwellenwert für Sofortabschreibung auf dem Laufenden!

Quelle:
handelsblatt.com

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